UI-/UX-Designerin Leonie Heimann

UI-/UX-Designerin: Leonie Heimann

03.03.2022

Damit Sie uns etwas besser kennenlernen, haben wir alle einige (mal mehr, mal weniger angenehme) Fragen beantwortet. Leonie Heimann ist seit Oktober 2021 in unserem Team, seit sie ihr duales Studium im Bereich Mediendesign an der IU Internationale Hochschule angefangen hat.

 

Was hast Du vor Deinem Studium und dem Job bei uns gemacht?

 

Nach dem Abitur wollte ich eigentlich direkt Mediendesign studieren, aber ich hatte relativ viel Zeit zwischen meinem Abitur und dem Studium und habe dann die Möglichkeit gehabt, eine Ausbildung zwischenzuschieben. Hab dann eine Ausbildung als Immobilienkauffrau gemacht und das Studium hinten drangehängt. Ein bisschen aufgeschoben, aber das hat sich auf jeden Fall gelohnt und ich würde es wieder so machen.
 

Wie hast Du den Bewerbungsprozess bei FKT42 empfunden?

 

Ich fand es sehr entspannt. Es ging sehr schnell und ich hatte auch das Gefühl, dass man nicht einfach nur irgendein Bewerber ist, der da kühl abgearbeitet wird. Von wegen: "Wir gucken uns mal an, was Du so machst und dann mal sehen." Sondern, man hat wirklich engen und auch freundlichen Kontakt und es hat einem auch auf jeden Fall ein gutes Gefühl gegeben.

 

Auch mit der Probeaufgabe - dass man damit nicht ganz allein war. Ich habe vorher noch nie eine Probeaufgabe bei einem Bewerbungsverfahren gemacht, das war für mich auch neu. Ich musste eine App für ein Unternehmen designen. Also eine App, die zum Beispiel über unternehmensinterne Vorgänge informiert, über die die Mitarbeiter irgendwelche News bekommen oder so was.

 

Grundsätzlich hat mir das Vorstellungsgespräch sehr gefallen. Es war auf jeden Fall eine angenehme Atmosphäre, ein freundschaftlicher Umgang und eigentlich durchweg positiv.

 

Was sind Deine Aufgaben?

 

Ich designe die Oberflächen von Apps und Webseiten, also das sogenannte UI und UX: das User Interface (die Oberfläche) und die User Experience. Ich überlege mir auch die Struktur, die zum Beispiel eine App haben muss, um die Funktionen zu erfüllen. Wo bringt mich ein Button hin, den ich gestalte? Was hat der für eine Funktion? Kann der Kunde oder der Nutzer der App das nachvollziehen? Kann er sie gut nutzen? Ist das alles sehr einfach zu handhaben oder ist das eher eine komplizierte Struktur?

 

Also die Oberfläche - wie es aussieht - und auch die Struktur dahinter.

 

Warum willst Du Mediendesignerin werden?

 

Wenn man mich als kleines Kind im Kindergarten gesucht hat, dann hat man mich eigentlich immer am Maltisch gefunden. Ich habe so unfassbar viel gemalt und immer schon gerne kreativ gearbeitet. Das ging so weit, dass meine Kindergärtnerin sogar zu meiner Mutter kam und gesagt hat, ich würde zu viel Papier verbrauchen. Das wäre zu teuer für den armen Kindergarten - und meine Mutter dann aus dem Büro so altes Druckerpapier mitbringen musste, damit ich darauf rumkrickeln kann. Sie hat auch alles aufgehoben. Ich habe massenhaft Kinderzeichnungen von mir zu Hause. Das ist auch echt schön.

 

Es hat sich auf jeden Fall früh gezeigt, dass ich gerne bastel und kreativ arbeite. Deshalb hat sich das auch so durch meine Schulzeit gezogen und für mich war Mediendesign somit die beste Möglichkeit, das mit meinem Berufsleben zu verbinden. Mit einem Beruf, der auch Zukunft hat und ein bisschen sicherer ist als zum Beispiel nur Kunst oder diese freien Berufe.

 

Was gefällt Dir an Deinem Job?

 

Ich mag, dass es sehr vielfältig ist und es jedes Mal was anderes ist. Aber auch, dass man immer wieder gefordert wird, weil es auch immer eine Lösungssuche für ein Problem ist. Das Problem z. B., dass man eine Funktion auf den nicht gerade großen Screen von einem Smartphone bekommen muss - und das muss auch so sein, dass man da drauf tippen kann. Dass es groß genug ist und man es lesen kann.

 

Es hat immer was mit Lösungsfindung zu tun und das ist manchmal schon eine komplexe Sache. Es ist nicht einfach nur, dass man sich was Kreatives, Hübsches ausdenkt. Dahinter steckt schon auch etwas Komplexeres. Das finde ich sehr interessant und das fordert einen auch immer.

 

Dein spannendstes Projekt bisher?

 

Ich finde, jedes Projekt hat irgendwie was Spannendes, weil jedes anders ist. Das erste Projekt, an dem ich hier gearbeitet habe, das war auch ein sehr umfangreiches mit total vielen Screens. Eine App, mit der medizinische Produkte vertrieben werden. Das hatte dann auch ganz verschiedene Sachen, die wir einbauen mussten oder Anforderungen, die wir erfüllen mussten. Ich fand es spannend, dass man sich dafür immer wieder was Neues überlegen muss, was aber grundsätzlich gleich aussehen muss, weil es ja dieselbe App ist. Also: ähnliches Layout, aber immer andere Funktionen, die man einbauen muss. Das fand ich ganz spannend, weil es auch einfach mein erstes Projekt war und doch ein so umfangreiches.

 

Etwas, was Dich besonders herausfordert?
 

Im Job oder in der Uni fordert mich dieses Kreative heraus. Weil ich eben vorher eine kaufmännische Ausbildung gemacht habe und da Kreativität doch eher in den Hintergrund gerückt ist. Jetzt muss ich mir doch mehr oder weniger auf Knopfdruck kreative Sachen überlegen. Es ist nicht so, dass mich was inspiriert und dann habe ich einfach diese Idee. Sondern ich brauche eine Idee und muss sie konkret finden. Das fordert mich auf jeden Fall heraus.

 

Und im Leben manchmal, alles unter einen Hut zu bekommen. Weil mein Leben schon ziemlich vollgepackt ist mit sehr vielen Dingen, die ich machen muss. Ob das jetzt das Studium ist oder Freunde oder Familie - oder dass sich umziehe. So was halt. Manchmal fordert es mich heraus, alles gut auf die Kette zu bekommen, ohne dass mir was durch die Lappen geht.

 

Welche Tools nutzt Du …?

 

Ich arbeite vor allem mit der Affinity-Reihe. 

 

Also Affinity Designer, Affinity Photo und Affinity Publisher.

Und mit Adobe XD.

 

Welche Klischees über Designer:innen stimmen?

 

Das kann man bestimmt nicht pauschal auf alle anwenden. Aber ich glaube, was im kreativen Bereich generell Klischee ist oder was sehr viel bedient wird, ist, dass kreative Menschen auch im Designbereich häufig so ein bisschen verrückt auf andere Menschen wirken. Egal, ob das ein außergewöhnlicher Kleidungsstil ist, die Art, wie sie sich benehmen oder ihre Hobbys. Das ist manchmal schon sehr ausgefallen und flippig.

 

Wenn ich mir so meine Kommilitonen ansehe, dann stimmt das auf jeden Fall. Da sind schon ein paar verrückte Charaktere dabei. Ist natürlich aber auch immer witzig, weil einfach jeder so unterschiedlich ist und kreative Menschen ihre Kreativität auch dadurch ausleben. Zum Beispiel durch ihren Kleidungsstil, ihre Haarfarbe, ihre Tattoos und so weiter.

 

Wie würdest Du unser Unternehmen beschreiben?

 

Es ist im Vergleich zu dem, was ich sonst so kannte, auf jeden Fall sehr jung. Sehr entspannt, freundliche Atmosphäre und auf jeden Fall auch eine sehr moderne Art zu arbeiten.

 

Ich komme aus einem sehr papierreichen Büro aus meiner kaufmännischen Ausbildung, sitze hier und habe nach einem Stift fragen müssen - und man hat fast keinen gefunden. Das war schon ganz witzig. Aber ich find’s auf jeden Fall gut.

 

Charakterisiere Dich mit drei Worten…

 

Ich bin auf jeden Fall sehr kommunikativ, ich bin sehr selbstständig und ich würde auch sagen, dass ich empathisch bin. Joa. 

 

Eine Deiner besten Eigenschaften?

 

Ich glaube tatsächlich, dass ich so kommunikativ bin. Einfach, weil es sehr hilfreich ist, dass ich mich eigentlich mit jedem Menschen unterhalten kann und dadurch nie unangenehme Situationen entstehen oder ich irgendwas nicht ansprechen kann oder so. Damit hab ich einfach kein Problem und komme eigentlich in jeder Truppe zurecht. Ich glaube, das ist eine ziemlich gute Sache.

 

Eine Deiner unangenehmeren Eigenschaften?

 

Ich bin manchmal sehr perfektionistisch und selbstkritisch und ich glaube, dass mir das manchmal so ein bisschen im Weg steht.

 

*Gibt es auch irgendwas von dem Du weißt, dass sich andere damit schwer tun?*

 

Ich glaube, dass nicht jeder mit meiner Offenheit klarkommt. Weil ich manchmal auch einen speziellen Humor habe und ich kein Problem damit habe, den kundzutun. Und manchmal ecke ich da vielleicht mit dem einen oder anderen Spruch bei manchen Menschen ein bisschen an - beziehungsweise man versteht mich einfach nicht. Das kann schon mal vorkommen.

 

Was magst Du gar nicht?

 

Arroganz, glaub ich.

Arroganz finde ich ganz schlimm.

 

Was machst Du in Deiner Freizeit?

 

Ich mache sehr viel Sport. Ich tanze Jazz und Modern. Eigentlich spiele ich auch Tennis, komme ich aber in letzter Zeit eher weniger zu. Ich spiele Klavier. Ich treffe mich viel mit Freunden und mache auch viel mit der Familie. Familie ist mir sehr wichtig. Gehe auch gerne in der Natur spazieren und gucke auch sehr gerne Netflix. Geht auch immer. So ne wilde Mischung aus allem irgendwie.

 

Lieblings-App? Und warum?

 

Ich glaube, eine meiner Lieblings-Apps ist tatsächlich Google Maps. Weil mein Orientierungssinn total schrecklich ist und diese App mich wirklich schon durch viele problematische Situationen durchgelotst hat.

 

Abgesehen davon: Spotify. Weil ich Musik liebe und auch sehr viel höre.

 

Lieblings-Website? Und warum?

 

Ich glaube, da habe ich keine. Einfach, weil ich grundsätzlich total wenig auf Webseiten unterwegs bin, sondern wirklich fast nur Apps nutze.

 

Für die Arbeit natürlich Dribbble oder Behance oder irgendwelche Inspirations-Webseiten. Pinterest oder so. Auf jeden Fall ganz wichtig. Aber es ist nicht so, dass ich die in meiner Freizeit viel nutzen würde.

 

Was hast Du während des Interviews gedacht?

 

Was ist das denn für eine Frage? 😄

Ich hab mich eigentlich grundsätzlich wohl gefühlt.

 

Ist auf jeden Fall immer sehr interessant, was einem so für Fragen gestellt werden, weil einen das manchmal dazu anregt über Dinge nachzudenken, über die man sonst eigentlich nie nachdenkt.