Kosten der App-Entwicklung

Die Kosten der App-Entwicklung

14.06.2021

Was kostet die Entwicklung einer App?

 

Wenn Sie für Ihr Unternehmen eine App entwickeln lassen möchten, werden Sie sich schnell auch die Frage nach den Kosten stellen - und das natürlich aus gutem Grund. Es ist eine der grundlegenden Fragen, um eine Agentur für die Entwicklung seiner eigenen App zu beauftragen, aber leider auch eine, die nicht pauschal beantwortet werden kann. Die Preise für das Programmieren einer App sind der variabel. 

 

Auf jeden Fall ist Transparenz dabei auf unserer Seite genauso wichtig wie auf Ihrer. So können wir von Anfang an vermeiden, dass Ihnen falsche Hoffnungen gemacht- oder schon im Vorhinein völlig abschreckende Summen genannt werden, die eigentlich noch gar nicht kalkulierbar sind. Es ist niemandem geholfen, wenn Sie dann in der Detailplanung feststellen, dass Ihr geplantes Budget überschritten wird. 

 

Trotzdem möchten wir Ihnen vorab einige Preisrahmen nennen, damit Sie zumindest eine grobe Idee von der Variabilität der Kosten für die Entwicklung Ihrer eigenen App bekommen. Für eine einfache App möchten wir 5.000 € bis 10.000 € als realistisch angeben. Eine etwas komplexere App mit Anbindung an ein Web-Backend, um Inhalte zu verwalten, liegt bei 30.000 € bis 50.000 €. Je nachdem, wie umfang- und detailreich Ihre App sein soll, ist die Budgetgrenze nach oben offen.

 

App-Entwicklungskosten: Ein Beispiel

 

Um Ihnen ein Beispiel zu nennen, das vielleicht etwas greifbarer ist: Vergleichen Sie die Frage nach den Kosten für die Entwicklung einer App einfach mal mit der Frage nach dem Preis für ein Auto. Sie wissen zwar schon, ob es ein Mittelklassewagen oder die Luxus-Sportvariante sein soll, haben sich aber noch gar keine Gedanken über die Sonderausstattung gemacht. Hier hat die Entwicklung einer App schon mal den Vorteil, dass die "Sonderausstattung" immer noch durch ein Update nachträglich eingefügt- und auch immer wieder angepasst werden kann.

 

Es ist aber durchaus so, dass individuelle Projekte einen Mehraufwand bedeuten, der sich in den Kosten für eine App widerspiegelt. Mit diesem Artikel möchten wir versuchen, Ihnen ein paar Anhaltspunkte an die Hand zu geben. So können Sie sich einige Fragen zu den möglichen Kosten vielleicht schon im Vorfeld selbst beantworten, wenn Sie planen, eine Agentur mit der Entwicklung Ihrer App zu beauftragen.

 

Die Grundkosten im Überblick

 

Wer eine App erstellen lassen möchte, kann sich von vornherein auf bestimmte Grundkosten einstellen, die nicht alle etwas mit den Expert:innen zu tun haben, die Sie mit der Entwicklung beauftragen. An dieser Stelle geben wir Ihnen nur einen kurzen Überblick über das, was definitiv auf Sie zukommt:

 

  • Developer Account bei Apple: 99 USD/ Jahr: notwendig, um die App über den App Store vertreiben zu können
  • Developer Account bei Google: 25 USD/ einmalige Registrierungsgebühr: notwendig, um die App über Google Play vertreiben zu können
  • 30 % der Einnahmen aus der App bleiben bei Apple und/oder Google
  • evtl. Kosten für Server/Hosting bei Apps, deren Funktionalitäten die Kommunikation mit Web-Servern erforderlich machen (z. B. Messenger Apps)
  • Stundensatz für Entwickler:innen (Junior - Senior Developer): 75 - 95 EUR

 

Welche Zielplattform hat Ihre App?

 

Für die App-Entwicklungskosten ist es nicht entscheidend, ob sich die App an Geschäftskunden oder Privatpersonen richtet - oder möglicherweise für den internen Gebrauch bestimmt ist. Wichtig sind die Ziel-Plattformen. Deshalb sollten Sie ganz am Anfang des Entwicklungsprozesses überlegen, ob sich ihre Zielgruppe eher auf der Apple iOS-Plattform aufhält oder hauptsächlich Android nutzt. 

 

Prinzipiell spielt es keine Rolle, ob eine App für iOS oder Android entwickelt wird. Bei Android kann es zwar Abweichungen geben, je nachdem, wie viele der mittlerweile über 24.000 verschiedenen Geräte Sie unterstützen möchten - an und für sich sind die Kosten aber erst mal gleich. Das ändert sich allerdings, wenn Ihre Zielgruppe iOS und Android gleichermaßen nutzt und Sie sich dafür entscheiden, Ihre App für beide Plattformen entwickeln zu lassen. Jede benötigt ihre eigene Programmiersprache, weshalb die App zweimal programmiert werden muss und sich die Kosten automatisch verdoppeln. 

 

Viele mittlerweile sehr große und bekannte Apps sind zuerst nur unter iOS gestartet und haben die Android-Version nachträglich programmiert. Auch ein guter Tipp für Sie, weil Sie die Kosten für die App-Entwicklung so zumindest etwas aufteilen können.

 

Eine weitere Möglichkeit bietet Flutter: Ein Open-Source-Framework von Google, mit dem Apps plattformübergreifend (cross-platform) programmiert werden können. So wird vermieden, dass eine App in zwei verschiedenen Programmiersprachen entwickelt werden muss. Der Vorteil von Flutter ist, dass es Zeit und Kosten spart. Nachteil: Die Potenziale der verschiedenen Plattformen können nicht voll genutzt werden. 

 

Weitere Kostenfaktoren: Konzept und Gestaltung des Storyboards

 

Ein Aspekt ist für die Entwicklung einer App und die damit verbundenen Kosten schon zu Beginn sehr entscheidend: Wie viele verschiedene Seiten (Screens) benötigt Ihre App?

 

Natürlich ist es aufwendiger, beispielsweise eine App mit zehn Seiten und mehreren Unterseiten zu entwickeln, als eine App mit lediglich drei Seiten. Zu dem Mehraufwand für die Programmierer kommt hinzu, dass auch der Aufwand für die grafische Gestaltung deutlich höher ist, je mehr Seiten eine App hat.

 

Wichtig zu wissen: Das Design sollte bis ins kleinste Detail stehen, bevor auch nur eine einzige Zeile Code für Ihre App geschrieben wird. Das spart Mehraufwand und Ärger.

 

Bei uns ist das grafische Design in den App-Entwicklungskosten enthalten. Unsere UI/UX-Expert:innen übernehmen die Konzeption und Gestaltung - Sie entscheiden, ob Sie damit zufrieden sind. Bevor die App programmiert wird, bekommen Sie von uns eine PDF-Vorlage, auf der sämtliche Seiten und Klickwege übersichtlich dargestellt werden. Erst wenn Sie ihr "Go" geben, legen wir los. So bleiben die Kosten transparent und unsere Entwickler:innen haben einen genauen Fahrplan. 

 

Versteckte Kosten: Gerätetypen und Bildschirmausrichtungen

 

Hier lauert ein versteckter Kostenfaktor bei der App-Entwicklung. Was oft nicht bedacht wird, ist, dass Anpassungen notwendig werden, wenn die App mehrere unterschiedliche Gerätetypen und Bildschirmausrichtungen unterstützen soll.

 

Möchten Sie, dass Ihre App nur auf dem Smartphone optimal läuft? Oder auch auf dem Tablet? Keine Sorge, hier verdoppeln sich nicht sofort wieder die Kosten für die Entwicklung Ihrer App. Allerdings können einige Stunden Mehrarbeit dazukommen, je nachdem, wie aufwendig und Komplex die Anpassungen sein müssen. Auch das hängt wieder von der Anzahl der Seiten und den Menüpunkten ab, die Ihre App benötigt. Das gilt auch für die Programmierung des Portrait-Modus (Hochformat) oder des Landscape-Modus (Querformat), wenn die App in beiden Ausrichtungen funktionieren soll.

 

Zusammenhang zwischen Daten und Entwicklungskosten

 

Die Bereitstellung von Daten ist ein weiterer wichtiger Faktor, wenn es um Preise für die Entwicklung einer App geht. Wenn es sich nur um statische Inhalte handelt, die bei jedem App-Start das Gleiche anzeigen, ist nichts weiter zu tun. Liegen die Daten allerdings online auf einem Server, muss eine Schnittstelle implementiert werden - sowohl auf dem Server als auch in der App.

 

Muss die App sämtliche Inhalte offline - also ohne Datenverbindung - bereitstellen und aktualisierte Inhalte vom Server automatisch laden, sobald die Verbindung wieder da ist, entstehen ein zusätzlicher Aufwand und zusätzliche Kosten. Es wird eine Synchronisierungsroutine notwendig, die die Inhalte vom Server spiegelt und sie lokal auf dem Smartphone in einer Datenbank ablegt.

 

Programmierung eines Benutzer-Logins

 

In vielen Apps muss man sich erst als Benutzer:in einloggen, um die Inhalte und Daten personenbezogen und individuell nutzen zu können. Auch dieser Login-Mechanismus muss programmiert werden und hat dementsprechend Einfluss auf die Kosten einer App. Wie bei der Bereitstellung von Daten sind auch hier eine Schnittstellen-Kommunikation zu einem Server und Sicherheitsvorkehrungen notwendig. Diesen Punkt sollten Sie bei der groben Berechnung der Kosten für Ihre App also mit einbeziehen. 

 

All dem geht aber noch ein wichtiger Schritt voraus: Es muss ein Vorgang zur Registrierung implementiert werden, auch dann, wenn Sie die Möglichkeit bieten möchten, sich über einen bereits bestehenden Account einzuloggen. Beispielsweise über ein Google-Konto oder ein Facebook-Profil. Für beide Funktionen fallen gleichermaßen Entwicklungsarbeit und Kosten an. 

 

Bei Plattformen wie beispielsweise eBay-Kleinanzeigen wird es noch etwas spezieller: Dort können Benutzer:innen eigene Inhalte erstellen, die anderen User:innen der App angezeigt werden. Neben den bisher bekannten Schnittstellen-Funktionen müssen spätestens jetzt zusätzliche Validierungen implementiert werden. Zum Beispiel, um Eingaben auf Fehler zu prüfen oder ggf. auch bestimmte Inhalte zu verbieten. Je nach Komplexität der Funktionen bedeutet das einige Stunden Mehraufwand für die Programmierer:innen. 

 

Push-Mitteilungen und Nutzer-Kommunikation

 

Möglicherweise möchten Sie den Nutzer:innen weitere Informationen über sogenannte Push-Nachrichten schicken, um zum Beispiel auf neue Produkte oder Rabatt-Aktionen hinzuweisen. Dafür fallen einerseits Kosten für die Kommunikation mit den Push-Servern von Apple und Google an, andererseits aber auch für die Schnittstelle und das Backend, wo Sie Ihre News eingeben. 

 

Es ist nicht möglich, eine App bzw. ein Smartphone direkt anzusprechen. Das passiert ausschließlich über die plattformeigenen Push-Server. Das gleiche Prinzip ist notwendig, wenn die Benutzer:innen der App untereinander kommunizieren können sollen.

 

Echtzeit-Kommunikation in Messengern

 

Chats in Echtzeit, wie man sie von vielen Messenger-Diensten kennt, gehen noch einen Schritt weiter. Das schnelle Übermitteln von Texten oder auch Anzeigen wie "Benutzer schreibt", "Benutzer ist gerade online" oder auch ein Häkchen, das die Farbe ändert, sobald der andere meine Nachricht gelesen hat, erfordern eine unmittelbare Kommunikation mit den Schnittstellen - im Idealfall ohne großartige Verzögerung. 

 

Sobald Nutzer A auf der Tastatur zu schreiben beginnt, ruft jede seiner Aktionen eine Schnittstelle auf. Diese muss unmittelbar das Smartphone von Nutzer B benachrichtigen, um ihm die Aktion des Nutzers A live anzuzeigen. 

 

In Echtzeit zu kommunizieren ist für uns heutzutage selbstverständlich, allerdings steckt auch da ein nicht unerheblicher Programmieraufwand hinter, der sich in den App-Entwicklungskosten widerspiegelt.

 

Mit einer App Geld verdienen?

 

Ob Sie mit Ihrer App Geld verdienen oder nicht, hängt in erster Linie von Ihrem Geschäftsmodell ab. Sie können die App kostenlos oder kostenpflichtig in den jeweiligen App-Store einstellen. Für die Agentur, die Sie für die Entwicklung Ihrer App engagieren, bedeutet das erst mal keinen Mehraufwand und für Sie somit auch keine zusätzlichen Kosten.

 

Wenn Sie aber planen, die App möglicherweise durch Werbung mitzufinanzieren, muss ein zusätzlicher Algorithmus implementiert werden. Der reguliert, wann jemand Werbung angezeigt bekommt - und in welcher Form.

 

Ein weiteres Modell, das immer beliebter geworden ist, sind In-App-Käufe. Dabei wird die Basis-Version der App kostenlos in den App-Store eingestellt, zusätzliche Inhalte oder Funktionen sind dann aber kostenpflichtig. Es muss also eine kleine Form eines Online-Shops implementiert werden.

 

Beide Möglichkeiten bedeuten ein höheres Zeit-Investment auf Entwicklerseite, was wiederum die Kosten für die Entwicklung einer App erhöht.

 

Weitere mögliche Kosten bei der App-Entwicklung

 

Bis zu diesem Punkt ist schon sehr deutlich geworden, dass die App- und Softwareentwicklung und auch die damit verbundenen Kosten erst mal sehr allgemein zu verstehen sind. Es gibt sehr viele Variablen, durch die die App-Entwicklungskosten beeinflusst werden. Vieles greift ineinander, nichts wird dem Zufall überlassen oder passiert automatisch, wie der Laie oft geneigt ist zu denken. 

 

Natürlich gibt es noch viele weitere mögliche Funktionen, die bei der Entwicklung einer App Kosten verursachen können:
 

  • Geobasierte Funktionen: z. B. Sehenswürdigkeiten im Umkreis von zwei Kilometern
  • Interaktionen mit der Karte: z. B. Google Maps
  • Verbindungen zu Bluetooth-Geräten
  • NFC (Near Field Communication) Funktionen: z. B. bargeldloses Bezahlen
  • Neigungssensoren, Kompass
  • Funktionen, die Zugriff auf die Kamera benötigen
  • SMS-Nachrichten im Hintergrund versenden und empfangen
  • Augmented Reality
  • Funktionen, durch die Benutzer:innen eigene Inhalte erstellen können

 

Vermarktungskosten: Eine App erfolgreich machen

 

Um seine eigene App zu vermarkten, können ebenfalls Kosten anfallen. Deren Höhe kann genauso wenig pauschal vorausgesagt werden wie die Kosten für die Entwicklung. Es gilt zu überlegen, welche Marketingstrategie Sie verfolgen, über welche Kanäle Sie Ihre App vermarkten möchten und welches Marketing-Budget Sie dafür einplanen. Um eine App viral bekannt zu machen, bewegt man sich beim App-Marketing schnell im mittleren fünfstelligen Eurobereich. 

 

Natürlich gibt es weitere Möglichkeiten, wie das Bereitstellen einer kostenlosen Version, ein gutes Netzwerk oder auch eine ausgefeilte Pressearbeit mithilfe einer PR-Agentur. Auch soziale Medien bieten heutzutage viele Möglichkeiten, auf sich und sein Produkt oder seine Dienstleistung aufmerksam zu machen. Sie sehen, dass die App-Vermarktungskosten ebenso davon abhängen, welche Ansprüche und Wünsche Sie haben.

 

Wartungskosten und laufende Kosten einer App

 

Sie haben alles Wichtige geklärt, bei einer Agentur eine App in Auftrag gegeben und am Ende ein fertiges Produkt? Wir würden Ihnen gerne sagen, dass Sie sich ab diesem Punkt keine Gedanken mehr um Investitionen in die bestehende App machen müssen - das können wir aber leider nicht.

 

Natürlich möchten Sie, dass Ihre App immer problemlos und zuverlässig funktioniert: Dafür fallen unter anderem Wartungskosten an. Bei allem Technischen ist die Instandhaltung wichtig. Die Funktionalität wird überprüft und bei Bedarf werden Anpassungen durchgeführt. Das bezieht sich auch auf Updates der jeweiligen Plattformen, Browser und Betriebssysteme. Gibt es da Neuerungen, braucht auch die App ein Update. Womöglich haben Sie auch den Anspruch, Ihre App weiterzuentwickeln, sobald sie aktiv genutzt wird. Für Wartung, Instandhaltung und Support fallen also ebenfalls Kosten an.

 

Wir bieten Ihnen die langfristige Unterstützung, die Sie benötigen.

 

Kann ich bei der App-Entwicklung Kosten sparen?

 

Ja, das können Sie!

Wenn Sie:

 

  • ein fertiges und vollständig durchdachtes Konzept ausformulieren und anliefern
  • Adobe/Affinity-Produkte beherrschen und das Grafikdesign in Form einer Photoshop,-  Illustrator- oder InDesign-Datei anliefern
  • Webentwicklung beherrschen und ggf. notwendige Schnittstellen und/oder das Backend fertig entwickelt anliefern

 

Ansonsten stehen wir Ihnen aber natürlich gerne mit Rat und Tat bei allem zur Seite, was sich um App- und Softwareentwicklung dreht und sind als Full-Service-Agentur für sie da.

 

Fazit:

 

Auf den ersten Blick scheint das alles sehr viel zu sein und klingt womöglich schlimmer, als es ist. Wie eingangs erwähnt, hängen die App-Entwicklungskosten immer mit ihren persönlichen Bedürfnissen zusammen und von Ihrem ganz eigenen Konzept ab. Deshalb lässt sich die Frage nach einem Preis auch nicht pauschal beantworten. 

 

Mehr Informationen?

 

Sie möchten eine App erstellen lassen? Am besten nutzen Sie unsere kostenlose Erstberatung, um die Entwicklungskosten für Ihre App zu kalkulieren. 

 

Schreiben Sie uns eine Mail, nutzen Sie unser Kontaktformular oder rufen uns einfach an, um einen Termin zu vereinbaren. Wir erstellen Ihnen daraufhin ein Angebot - selbstverständlich kostenlos und unverbindlich!