App-Arten im Vergleich

Die App-Arten im Vergleich

17.11.2021

Die App-Arten: Das sollten Sie wissen 

 

Es gibt die verschiedensten Arten von Apps - beziehungsweise unterschiedliche Arten der Programmierung. Wer also überlegt, eine App entwickeln zu lassen, sollte sich vorher einige Gedanken machen. Grundsätzlich geht es um die Frage: Welche App ist die Richtige für mein Unternehmen und das Erreichen meiner Ziele? Je nach Anforderungen an Ihr Projekt und den Aufbau Ihrer App gibt es verschiedene Technologien. In diesem Beitrag sollen einerseits die wichtigsten Fragen vorgestellt werden, die Sie sich vor der Realisierung einer App stellen und beantworten (lassen) müssen, andererseits möchten wir die verschiedenen App-Arten vergleichen und sie dafür näher beleuchten.

 

Es gibt Apps, die sich sehr klar von anderen abgrenzen lassen. Es gibt aber auch solche, deren Definition und Differenzierung von anderen schon deutlich komplizierter ist. Um herauszufinden, welche App die Richtige für Ihr Unternehmen ist, müssen die Ziele und Ansprüche an die Anwendung also unbedingt vorher klar sein.

 

Das ist auch der Grund dafür, dass wir ausführliche Beratungsgespräche führen und gemeinsam mit unseren Kund:innen detaillierte Konzepte erarbeiten. Grundsätzlich wird zuerst das UI/UX-Design erarbeitet. Sie bekommen die Entwürfe zugeschickt, entscheiden sich für eine Vorlage oder haben noch Anpassungswünsche, die wir nach Ihren Vorgaben umsetzen. Erst, wenn Sie das Design abgenommen und freigegeben haben und auch alle anderen wichtigen Fragen geklärt sind, kann auf dieser Grundlage die Programmierung starten. Durch die genaue Planung vermeiden wir, dass kleinste Änderungen zwischendurch den Prozess der Programmierung verkomplizieren und in die Länge ziehen. Je klarer und detaillierter das Konzept, desto besser für alle Beteiligten. 

 

Wichtige Fragen vor der Entwicklung Ihrer App

 

Es gibt Punkte, in denen sich die verschiedenen App-Arten gleichen - aber eben auch die entscheidenden Unterschiede. Sie denken darüber nach, eine App programmieren zu lassen? Dann sollten Sie sich vorher unter anderem Gedanken über folgende Fragen machen:

 

  • Welches Ziel möchte ich mithilfe der App erreichen?
  • Wen möchte ich mit der App erreichen (Zielgruppe)?
  • Welche Funktionen benötigt meine App?
  • Auf welchen Plattformen soll sie verfügbar sein?
  • Auf welchen Endgeräten soll die App laufen?
  • Support: Nur für Smartphones oder auch für Tablets?
  • Welches Budget habe ich zur Verfügung?
  • Gibt es bereits ein Design-Konzept?
  • Braucht meine App ein Backend?
  • Wo sollen die Daten gespeichert werden? Lokal auf dem Smartphone oder in einer externen Datenbank?

 

Das sind einige der vielen Fragen, die Sie mit einer App-Agentur im Vorhinein klären müssen. Nur so können wir herausfinden, welche App für Ihr Unternehmen die Richtige ist. Je klarer Sie Ihre Ziele definieren, desto fokussierter und strukturierter kann der Entwicklungsprozess ablaufen.

 

Eine der wichtigsten Fragen in unsere Richtung ist immer die nach den Kosten für eine App. Dazu können Sie sich gerne auch unseren Beitrag über die Kosten der App-Entwicklung durchlesen.

 

Welche App-Arten gibt es?

 

Alle App-Arten haben ihre Vor- und Nachteile. Nicht jede eignet sich dementsprechend für Ihre Ansprüche und dafür, Ihre Ziele zu erreichen. Wir sollten vorher also gut überlegen, welche technische Basis den Erwartungen an Ihre App gewachsen ist.

 

Im Folgenden möchten wir Ihnen kurze Definitionen der jeweiligen App-Arten geben, um danach die Vor- und Nachteile aufzuzeigen. So können wir für Ihr Projekt womöglich schon die eine oder andere Form der Programmierung ausschließen.

 

Native App

 

Native Apps werden speziell für ein bestimmtes Betriebssystem entwickelt. Heißt, dass eine native iOS-App nur auf Apple-Geräten läuft, während eine Android-App nur auf den Smartphones und Tablets funktioniert, die mit eben diesem Betriebssystem ausgestattet sind. Native Apps müssen immer auf den Geräten installiert werden.

 

Vorteile:

 

Der größte Vorteil nativer Apps ist, dass durch die gezielte Programmierung die gesamten Potenziale der Hardware und der jeweiligen Plattform genutzt werden können. Das sorgt für die beste Performance. Sie können außerdem über den Apple App Store, den Google Play Store oder die HUAWEI AppGallery vertrieben werden, was den Zugang für Millionen Nutzer:innen sicherstellt. Zudem können native Apps mit einer hohen Geschwindigkeit punkten. 

 

Als weiterer Vorteil wird oft angegeben, dass native Apps auch offline nutzbar sind: Das ist allerdings nur bedingt richtig. Solange die Apps keine Informationen von einem Server beziehen müssen, stimmt diese Aussage. Das betrifft beispielsweise native Apps, die bei vielen Smartphones vorinstalliert sind wie Fotos, Kontakte oder ein Kalender. Aber auch Messenger-Dienste wie WhatsApp sind - auf dem Smartphone installiert - native Apps: Sie brauchen allerdings eine Verbindung zum Server, um vollumfänglich zu funktionieren. Ich kann die App offline zwar öffnen und Nachrichten schreiben, diese werden aber erst ankommen, wenn ich wieder eine Verbindung zu Internet und Server habe. 

 

Nachteile:

 

Dadurch, dass native Apps gezielt für ein Betriebssystem entwickelt werden, müssen sie ggf. doppelt programmiert werden. Sowohl iOS als auch Android werden heutzutage von so vielen Menschen genutzt, dass Unternehmen Ihre App meist für beide Betriebssysteme bereitstellen möchten. Der Programmieraufwand ist höher und das kann letztendlich auch für höhere Kosten sorgen. Bei nativen Apps müssen die Nutzer:innen außerdem selbst dafür sorgen, die neuesten Updates zu installieren. Das ist vor allem wichtig, wenn Sicherheitslücken geschlossen werden.

 

Web-App

 

Im Gegensatz zur nativen App wird eine Web-App nicht speziell für ein Betriebssystem entwickelt, sondern funktioniert plattformübergreifend. Web-Apps werden auf einem Server oder einer Cloud ausgeführt und über einen Browser abgerufen. Deshalb funktionieren sie auf jedem internetfähigen Gerät und ohne Installation. Web-Apps werden oft auch als "komplexe Websites" bezeichnet. Bekannte Beispiele für Web-Apps sind die Suchmaschine von Google, Youtube oder eBay.

 

Vorteile:

 

Dadurch, dass Web-Apps nicht an bestimmte Plattformen gebunden sind, sind sie sehr flexibel. Durch die Bereitstellung über einen Server haben Nutzer:innen sofort Zugriff auf die aktuellste Version, ohne Updates installieren zu müssen. Die Programmierung von Web-Apps ist in der Regel auch günstiger als die Programmierung nativer Apps. Die Webentwicklung bietet viele Möglichkeiten für die verschiedensten Branchen: auch wenn es beispielsweise um Schnittstellen, Produktkonfiguratoren oder Cloud-Anwendungen geht.

 

Nachteile:

 

Web-Apps werden nicht für spezielle Betriebssysteme und Hardware optimiert, wodurch sie die Potenziale nicht in der Form ausschöpfen können wie native Apps. Sie benötigen eine Internetverbindung, um zu funktionieren und können auch nicht in den Stores von Apple und Google vermarktet werden.

 

Hybrid-App

 

Die Hybrid-App ist eine Kombination aus nativer App und Web-App. Für Nutzer:innen gibt es optisch, also bzgl. der Benutzeroberfläche, keinen Unterschied zu einer nativen App. Funktional bringt die Hybrid-App aber Eigenschaften einer Web-App mit. Das ist durch den WebView möglich: Ein Anwendungscontainer, durch den Inhalte aus dem Web - durch HTML5, CSS und JavaScript - in eine App eingebunden werden können.

 

Vorteile:

 

Hybride Apps müssen nicht für jede Plattform einzeln entwickelt werden, funktionieren also mit jedem gängigen Betriebssystem. Sie können außerdem über einen Store bereitgestellt werden, was die Anzahl an potenziellen Nutzer:innen deutlich erhöhen kann. Eine hybride App ist zudem weniger aufwendig als eine native App, weshalb sich an dieser Stelle Zeit und Kosten sparen lassen. Einmal installiert funktioniert sie außerdem auch offline und kann auf Daten - und in der Regel auch auf Gerätefunktionen wie Kamera oder Mikrofon zugreifen.

 

Nachteile:

 

Die Hybrid-App profitiert weder von allen Vorteilen einer Web-App noch von denen einer nativen App. Sie kann also weder bei der Performance einer nativen App mithalten - noch mit einer Web-App, was die Abrufbarkeit über den Browser angeht. Heißt: Eine hybride App muss immer auch installiert werden und benötigt dementsprechend mehr Speicherkapazität. Der Offline-Zugriff ist ebenfalls auf einige Inhalte begrenzt: Sie müssen dafür bereits auf dem Endgerät gespeichert sein. Was das Look & Feel - also Aussehen und Handhabung - einer Hybrid-App angeht, könnte der Unterschied zwischen Web- und nativen Komponenten außerdem als störend empfunden werden. 

 

Progressive Web-App (PWA)

 

Mit dem Unterschied zwischen Web-App und Progressive Web-App werden wir uns im folgenden Artikel in zwei Wochen noch detaillierter auseinandersetzen. Deshalb gehen wir an dieser Stelle nur auf das Grundlegende ein:

 

Eine Progressive Web-App (PWA) ist eine Web-App, die wie eine normale Website geladen wird, aber einige Vorteile einer nativen App mitbringt: PWAs sind also eine Mischung aus responsiver Website und Web-App. Sie werden wie Websites über eine URL aufgerufen, sind aber zum Teil auch offline verfügbar.

 

Vorteile:

 

Einer der größten Vorteile ist der, dass die Progressive Web-App auch offline genutzt werden kann. Sie benötigt keine Installation, kann aber trotzdem durch ein Icon auf dem Smartphone- oder Tablet hinterlegt und von dort aus geöffnet werden. Haben Nutzer:innen Informationen und Inhalte einmal abgerufen, können sie auch ohne Netzwerkverbindung angezeigt werden. Das ist durch die Verbindung mehrerer Technologien möglich: Service Worker, Cache-API und clientseitige Datenspeicher. Einige Details dazu können Sie unter anderem bei Seobility nachlesen.

 

Nachteile:

 

Die Technologie ist noch recht jung und eignet sich auch nicht für alle Ansprüche. Soll eine Anwendung beispielsweise sehr gezielt auf die Hardware zugeschnitten sein, ist eine PWA nicht die beste Lösung. Genauso wenig für besonders umfangreiche Apps. Dadurch, dass PWAs nicht in Stores veröffentlicht werden, sind sie für die User:innen außerdem nicht so einfach zu finden.

 

Cross-Platform-App

 

Cross-Platform-Apps werden ebenfalls nicht für eine bestimmte Plattform entwickelt. Es gibt gewisse Tools und Frameworks, die Entwickler:innen für solche Apps nutzen können, wie beispielsweise React Native (RN) oder das Flutter Framework.

 

Vorteile:

 

Die Kosten für Cross-Platform-Apps sind geringer als die für native Apps, da die Anwendungen nur einmal programmiert werden müssen und dann auf verschiedenen Plattformen laufen. Sie können außerdem mit schnellen Geschwindigkeiten punkten. Dabei gelten vor allem Flutter-Apps als besonders leistungsfähig - sie können gut mit nativen Apps mithalten. Die Flutter-App-Entwicklung ist auch eine der Leistungen, die wir Ihnen anbieten können.

 

Nachteile:

 

Bei einer Cross-Platform-App können womöglich nicht alle Funktionen genauso implementiert werden, wie Sie es sich wünschen - unter anderem, weil die Hardware nicht mit gewissen Dingen kompatibel ist. Durch Vorgaben von iOS und Android, was gewisse Developer Guidelines angeht, ist außerdem die Kreativität bei Cross-Platform-Apps eingeschränkt.

 

Fazit

 

Die Grenzen zwischen den verschiedenen App-Arten sind teilweise fließend und es ist gar nicht so einfach, sie voneinander abzugrenzen. Sie alle bringen verschiedene Vor- und Nachteile mit sich. Dementsprechend schwierig ist pauschal also auch die Frage zu beantworten, welche App die Richtige für Ihr Unternehmen ist. Eine ausführliche Beratung und eine detaillierte Auseinandersetzung mit dem, was Sie sich vorstellen und was Ihre App können muss, ist unerlässlich.

 

Zum Schluss sei noch Folgendes gesagt: Oft liest man auch von "mobilen Apps" als Abgrenzung zu anderen App-Arten: Diese Begrifflichkeit beschreibt allerdings nichts anderes als jegliche Apps, die wir aus dem Internet herunterladen und auf Smartphones und Tablets nutzen können.

 

Mehr Informationen? 

 

Haben Sie noch Fragen zum Thema? Möchten sie eine App entwickeln lassen? Sprechen Sie uns als Experten für App-Entwicklung gerne an! Wir beraten Sie über die verschiedenen App-Arten und zeigen Ihnen die Möglichkeiten für Ihr Unternehmen auf.

 

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